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WIRTSCHAFTSMEDIATION
Der nachfolgende Artikel
über Wirtschaftsmediation wurde uns freundlicherweise von
Martin Engel, vom Centrum für Verhandlung
und Mediation www.c-v-m.org
zur Verfügung gestellt.
Die Wirtschaftsmediation ist ein konsensuales Streitbeilegungsverfahren,
in dem ein unabhängiger Dritter die Konfliktparteien durch
verhandlungstechnische Hilfestellungen unterstützt.
Die Wurzeln der (Wirtschafts-) Mediation finden sich in der Verhandlungsforschung
der frühen 1980er Jahre im Umfeld der Harvard Law School
in den USA. Den amerikanischen Verhandlungsforschern ging es damals
zunächst nur um die Frage, wie sich bilaterale Verhandlungen
ohne die Mitwirkung eines neutralen Dritten optimal gestalten
lassen. Bald aber überlegte man auch, wie stockende oder
festgefahrene Verhandlungen durch einen unabhängigen Verhandlungsprofi
wieder in Gang gebracht werden können.
Innerhalb des Kontinuums der alternativen Streitbeilegungsverfahren
stellt die Mediation ein Verfahren dar, in dem der Dritte mehr
tut als die Diskussion der Parteien nur zu moderieren, in dem
er aber doch nicht materiell auf ein bestimmtes Ergebnis hinwirkt.
Ein Mediator ist idealerweise jemand, der so gut verhandeln kann,
dass er den Parteien ihr Verfahren strukturieren und ihnen situativ
Verhandlungshilfe anbieten kann, wo fehlende Erfahrung oder aufkommende
Emotionen ein zielführendes Gespräch verhindern. Der
Mediator verhandelt dabei nicht selbst mit, er stellt den Parteien
vielmehr nur die jeweils passenden Verhandlungstools zur Verfügung.
Der Nutzen einer Mediation liegt vor allem in familiären
Konflikten auf der Hand: Familiäre Beziehungen bestehen in
aller Regel auch nach einem größeren Streit fort, weil
die Parteien über gemeinsame Verwandte zumindest indirekt
miteinander verbunden bleiben. Eine konsensuale Lösung schafft
hier für die Zukunft unübersehbare Vorteile. Aber auch
wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten finden gleichsam im Schatten
der Zukunft statt: Für Unternehmen geht es häufig um
zu erhaltende Geschäftsbeziehungen; in einem arbeitsrechtlichen
Konflikt mögen Arbeitgeber und Arbeitnehmer selbst bei einer
Trennung an ihrem guten Ruf interessiert sein; steht eine hohe
Schadensersatzforderung einer Partei im Raum, ist eine gerichtliche
Alles-oder-Nichts-Entscheidung mitunter für beide Beteiligten
zu riskant.
Die Chancen für den ökonomischen Nutzen einer Wirtschaftsmediation
stehen infolge dessen sehr gut – und meist deutlich besser
als in einem Gerichtsprozess. Dennoch lässt sich in Deutschland
allenfalls ein allmähliches Wachstum beim Einsatz dieser
Verfahrensart beobachten. Im Vergleich zu der rasanten Entwicklung
der Wirtschaftsmediation in den USA liegt dies sicherlich daran,
dass die Verfahrensdauer vor deutschen Gerichten noch vergleichsweise
kurz ist. Gleichzeitig ist der Zugang zu einem qualifizierten
Mediator in Deutschland jedoch auch alles andere als einfach.
Das liegt zum einen daran, dass die Qualifikation eines Mediators
primär von seinen Soft Skills abhängt, die schwer allgemeinverbindlich
zertifizierbar sind. Zum anderen gibt es derzeit nur wenige Rechtsanwälte,
die die Vorteile einer Wirtschaftsmediation im Rahmen ihrer anwaltlichen
Beratung angemessen darstellen.
Diese Aspekte lassen es wahrscheinlich erscheinen, dass sich der
Aufschwung der Wirtschaftsmediation langsam, aber beharrlich fortsetzt.
Die Kostenvorteile, die Zeitersparnis und die genaue Ergebniskontrolle
bilden dabei schlagende Argumente, die stark für eine Konfliktlösung
über Verhandlungen und Mediation sprechen. Die neue europäische Mediationsrichtlinie wird diese Entwicklung weiter beflügeln.
eigene Artikel: Wirtschaftsmediation
Wirtschaftsmediation wird zwischen Geschäftsleuten angewandt.
Gegenüber einer gerichtlichen Klärung von wirtschaftlichen
Konflikten hat sie den Vorteil, dass sie schneller, kostengünstiger
und oft noch gewinnbringend ist.
Der Richter ist an das Gesetz und seine Rechtsfolgen gebunden.
Er kann zwar Vergleiche schließen, aber das ist umso schwerer,
desto verhärteter die Fronten sind. Diese werden aber durch
die Mediation gerade wieder aufgeweicht, so dass interessengerechte
Lösungen möglich sind.
Die Parteien kennen sowohl ihre eigenen Möglichkeiten und
Optionen, als auch ihre oft Jahre bestehende Geschäftsbeziehung
am Besten. Durch das strukturierte Gespräch und die Zukunftsbezogenheit,
die Mediation auszeichnen, kann evtl. die Geschäftsbeziehung
gerettet oder zumindest ein kompletter Zahlungsausfall vermieden
oder neue Ideen geboren werden. Dies ist deswegen möglich,
weil der Leitfaden der Mediation insbesondere auch ein Brainstorming-Element
beinhaltet, durch den die Parteien gezwungen werden ihrer Kreativität
freien Lauf zu lassen. Vor Gericht schon wegen der Gefahr sich
zu verplappern fast undenkbar. In der Mediation kann alles zurückgezogen
werden. Der Mediator findet keine Lösungen, sondern leitet
neutral auf sie hin.
Wirtschaftsmediation für Anwälte
Da nun bei allen geschäftlichen Dingen auch juristische Aspekte
zu beachten sind, sind Anwälte von Nöten. Diese sollten
allerdings, wollen sie ihren Mandanten als externer oder als Syndikusanwalt
gut begleiten und eine gute Figur dabei machen, in der Mediation
geschult sein. Die „Denke“ ist doch sehr verschieden
und ohne Vorkenntnisse ist man schnell überfordert. Mediation
wird also aller Voraussicht nach ein „Must have“ der
Ausbildung von Anwälten, die Mandanten auf der wirtschaftlichen
Ebene beraten und betreuen wollen. Zudem ist, wenn die gefundene
Vereinbarung dann übernommen wird, damit ein international!
vollstreckbarer Titel geboren, den Anwälte vorher überprüfen
sollten. Im Moment ist die Ausbildung noch ein Plus und für
die Einstellung evtl. sogar das Entscheidende.
Mediation für
Entscheider und Selbständige - Wirtschaftsmediation
Konflikte sind in der Wirtschaft die Regel, nicht
die Ausnahme. Sie können durchaus befruchtend sein, wenn
man sie zu managen weiß. Je mehr Zeit und Produktivität
diese allerdings auffressen, desto weniger davon hat man für
sein Geschäft übrig. Die Mediation ist schneller als
ein Gerichtsverfahren, in der Regel billiger und ganz anders als
ein Gerichtsverfahren geht es um die zukünftigen Interessen
der Beteiligten, nicht um Beurteilungen des Vergangenen. Gewonnene
Zeit.
Eine Mediation durchzuführen kann man in AGB´s verankern,
so dass diese preiswerte, schnelle und interessengestützte
Streitbeilegungsmöglichkeit optimal genutzt werden kann.
Allerdings sollte man sich dann auch in dieser Form der Streitbeilegung
auskennen. Wie man die Klauseln formuliert, auf Verjährungsproblematiken
achtet und dann in der Mediation die besten Ergebnisse erzielen
kann, lernt man in der Ausbildung. Sie ist also für alle,
die auf dem Markt bestehen wollen und nicht zu viel Zeit und Geld
in Konflikte stecken wollen, wert als primäre Konfliktbeilegungsoption
genutzt zu werden.
Wirtschaftsmediation für Entscheider
Wirtschaftsmediation wird zwischen Geschäftsleuten
angewandt. Gegenüber einer gerichtlichen Klärung von
wirtschaftlichen Konflikten hat sie den Vorteil, dass sie schneller,
kostengünstiger und oft noch gewinnbringend ist.
Der Richter ist an das Gesetz und seine Rechtsfolgen
gebunden. Er kann zwar Vergleiche schließen, aber das ist
umso schwerer, desto verhärteter die Fronten sind. Diese
werden aber durch die Mediation gerade wieder aufgeweicht, so
dass interessengerechte Lösungen möglich sind.
Die Parteien kennen sowohl ihre eigenen Möglichkeiten
und Optionen, als auch ihre oft Jahre bestehende Geschäftsbeziehung
am Besten. Durch das strukturierte Gespräch und die Zukunftsbezogenheit,
die Mediation auszeichnen, kann evtl. die Geschäftsbeziehung
gerettet oder zumindest ein kompletter Zahlungsausfall vermieden
oder neue Ideen geboren werden. Dies ist deswegen möglich,
weil der Leitfaden der Mediation insbesondere auch ein Brainstorming-Element
beinhaltet, durch den die Parteien gezwungen werden ihrer Kreativität
freien Lauf zu lassen. Vor Gericht schon wegen der Gefahr sich
zu verplappern fast undenkbar. In der Mediation kann alles zurückgezogen
werden. Der Mediator findet keine Lösungen, sondern leitet
neutral auf sie hin.
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